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Die Tasteninstrumente

Tasteninstrument: Klavier, Quelle: janethaar/Flickr.com

Tasteninstrument: Klavier, Quelle: janethaar/Flickr.com

Bei Tasteninstrumente wird wie der Name schon sagt die Musik durch das Drücken von Tasten erzeugt. Doch wie funktioniert denn das überhaupt? Also was genau geschieht, wenn man an einem Musikinstrument die Tasten betätigt. Was wird dadurch ausgelöst?

Erst einmal muss geklärt werden, dass die Taste den Ton nur indirekt erzeugt. So ist es nicht etwa wie bei der Gitarre, bei der man die Saiten zupft und diese dann auch den Ton von sich geben. Die Tasten benutzt man nur als Hilfsmittel um einen Ton auszulösen. Dabei gibt es entweder die Möglichkeit, dass durch den Tastendruck eine Mechanik in Gang gesetzt wird welche den Ton auslöst oder aber bei Geräten elektronischer Bauart ist es so, dass dann auf den Tastendruck hin der Ton elektrisch erzeugt wird.

Bei manchen Instrumenten gibt auch mehr als nur eine Tastatur. Bestes Beispiel dürfte dafür wohl das Akkordeon sein. Bei diesem befinden sich auf der einen Seite ganz viele Tasten wie bei einer Klaviatur und auf der anderen knopfähnliche Tasten.

Das besondere beim Tasteninstrument ist, dass der Unterschied zwischen zwei Tonhöhen nur stufenartig erfolgen kann, sodass ein hinübergleiten von einem in den nächsten Ton nicht möglich ist. Jedoch besitzen einige Tasteninstrumente ein “Pitch Wheel” welches es dem geübten Musiker ermöglicht von einem in den anderen Ton hinüber zu gleiten. Dies finden wir beispielsweise bei der Orgel oder dem Klavier. Dieses ist in der Form eines Fußpedals angebracht. So tritt man währen man den einen Ton drückt mit seinem Fuß das Pedal. Dann wird der Ton in die Länge gezogen, während man die Taste loslassen und eine neue Taste drücken kann. Mit dem richtigen Timing lässt sich dann auch bei den Tasteninstrumenten ein Hinübergleiten in den nächsten Ton ermöglichen.

Starcellistin Sol Gabetta

Sol Gabetta wurde 1981 in Argentinien geboren ist aber eine „Weltbürgerin“, so sagt sie. Sie ist eine sehr bekannte und begnadete Cellistin und Fernsehmoderatorin.

Geboren wurde sie als Tochter französisch-russischer Eltern in Argentinien. Schon als Kind verblüffte sie bei der Aufnahme für einen musikalischen Kindergarten die Zuständigen mit ihrem Talent. Dank vieler Umzugsfirmen konnte sie leicht von Land zu Land ziehen, um sich voll und ganz ihrer musikalischen Ausbildung zu widmen. Von Argentinien aus ist sie zum Studium nach Madrid zu Ivan Monighetti gegangen. Von dort aus ging sie später in die Schweiz nach Basel und dann nach Berlin, um dort bei David Geringas ihr Studium weiter zu führen. Sie sagt, es sei sehr wichtig für einen klassischen Musiker nach Europa zu gehen, weil es der wichtigste Ort für die Klassik ist. Somit lebt sie heute in der Schweiz, weil ihr dieses Land nach eigenen Angaben sehr unterstützt und ihr viele Türen geöffnet hat. Dort hat sie auch ein eigene Festival gegründet und gibt selbst Unterricht.

Während ihrer Laufbahn gewann sie zahlreiche Preise, die sie weiterhin anspornten.

So gewann sie mit nicht ein mal 20 Jahren 1998 ihren ersten Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. 2004 gewann sie bei den Luzernen Festspielen und gab ihr Debüt mit den Wiener Philharmonikern. Zwischen 2007 und 2009 gewann sie jährlich mindestens einen Preis. 2007 startete sie mit dem Echo Klassik als die Instrumentalistin des Jahres und bekam 2008 den Aargauer Kulturpreis. 2009 gewann sie ihren zweiten Echo Klassik, aber dieses Mal für ihre Schostakowitsch-CD als Konzerteinspielung des Jahres. Für die selbe CD gewann sie im selben Jahr den wichtigsten Musikpreis Argentiniens, den „Premio Gardel“.

Die Zupfinstrumente

Bei den Zupfinstrumenten handelt es sich um eine Kategorie in der Musik. Dieser Kategorie gehören unter anderem die Gitarre, die Zither, die Laute, das Banjo oder die Harfe an. Sie alle unterscheiden sich in ihrem Klang, haben jedoch gemeinsam, dass der Ton mit Hilfe von Saiten an den gezupft wird und einem Klangkörper entsteht. Außerdem weist diese Kategorie eine uralte Geschichte auf, sodass der erste Schritt zu den Zupfinstrumenten bereits vor über 30 000 Jahren getätigt wurde, als sich Jäger mit Pfeil und Bogen auf die Jagd begaben.

So wurde aus dem Jagdbogen die Harfe entwickelt und gehört zu den ältesten Zupfinstrumenten. So werden Jäger wahrscheinlich entdeckt haben, dass man beim Zupfen an der Seite einen Ton erzeugen konnte. Nach und nach kamen immer mehr Seiten dazu, sodass man eine größere Tonauswahl hatte. Später wurde dann der Bogen durch einen Resonanzkörper ersetzt, da die Musik sonst sehr leise war. Leider gibt es aus der Antike keine einzig mehr erhaltene Harfe.

Der Ursprung der Laute liegt im arabischen Raum und fand erst später von dort den Weg nach Europa. Diesen Weg fand sie über Nordafrika zuerst nach Spanien und Sizilien. Auffällige Merkmale sind der lange Steg und der abgeknickte Hals des Instruments.

Bei der Gitarre handelt es sich wohl um das bekannteste und am häufigsten gebrauchte Zupfinstrument. So hatten die ersten Gitarren einen Resonanzkörper aus dem Panzer einer Schildkröte oder einem Kürbis, welche anschließend mit Fell bespannt wurden. Wie heute wurde die Gitarrre schon damals häufig als Begleitinstrument zum Gesang eingesetzt. In Spanien fand die Gitarre in der Mitte des 19. Jahrhunderts ihre endgültige und bis heute bekannte Form. Ihren Siegeszug trat sie vor allem durch die Countrybewegung und den Schlager an. Im 20. Jahrhunderts wurde sie dann auch dank der Entwicklung der E-Gitarre in jeglichen anderen Musikbereichen populär.

Zupfinstrument Zither, Foto: karin p._flickr

Der Echo Klassik 2011

Eine weitere Preisverleihung steht bevor, nämlich der „Echo Klassik 2011“. In zahlreichen Kategorien wie „Sängerin des Jahres“, „Instrumentalist des Jahres“ oder „Ensemble des Jahres“ wird der musikalische Klassik-Kosmos von der Deutschen Phono-Akademie ganz genau unter die Lupe genommen. Dabei gehört der Echo, der seit 1994 verliehen wird, zu einem der renommiertesten Klassikpreisen der Welt. Die Preisverleihung findet im Konzerthaus Berlin am 2. Oktober statt, moderiert von Thomas Gottschalk höchstpersönlich. Im Fernsehen kann die Verleihung zeitversetzt mitverfolgt werden, das ZDF strahlt sie ab 22 Uhr aus.

In der Kategorie „Klassik für Kinder“ gewinnt Thomas Honickel nun zum zweiten Mal. Ursprünglich stammt der 52-jährige Dirigent Honickel aus Burscheid, wo er bis 2006 die Chorgemeinde leitete. Schon 2009 hatte er einen Sonderpreis für sein musikpädagogisches Programm „Bobbys Klassik“ mit dem Beethoven-Orchester Bonn erhalten. Seit 2008 leitet er dieses Projekt und kann nur auf Erfolge zurückblicken: Ausverkaufte Kinder- und Familienkonzerte, eine Steigerung der verkauften Abonnements und nun schon zwei Echos.

Dieses Mal wird Honickel für seine CD-Aufnahme von Antonin Dvoraks 9. Sinfonie für „Bobbys Klassik“ ausgezeichnet. Die Aufnahme erzählt von Dvoraks Reise nach Amerika und trägt deswegen auch den Titel: „Komm, wir fahren nach Amerika!“. Im September 1892 trat der Komponist nämlich eine Stelle am Konservatorium in New York an. Die CD ist ein Mix aus Biografie, Märchen, Musik und Unterricht. Denn zu Beginn kommen alle Instrumente des Bonner Orchesters zu Wort und stellen sich vor. Das Begleitheft bietet noch mehr musikalisches Grundwissen und interessante Details zum Komponisten und dem Hintergrund seiner 9. Sinfonie. Da bleibt uns nur noch, Honickel zu gratulieren! Dafür, dass er tausende Kinderaugen funkeln und Ohren aufglühen lässt!

Klassik, Quelle: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Die Streichinstrumente

Streichinstrumente sind wohl jedem bekannt, doch nur wenige wissen, dass es neben der Geige auch noch viele andere Vertreter ihrer Familie gibt. Allgemein werden Streichinstrumente oft im Orchester verwendet, da sie in allen Stimmlagen vorkommen: Von Sopran bis Bass. Im Gegensatz zu einer Gitarre ist das Griffbrett ohne Bünde, das bedeutet, dass die Position der Noten genau antrainiert werden muss. Ein Rechtshändler greift mir der linken Hand die Noten und führt den Bogen mit der rechten Hand über die vier Saiten. Entwickelt wurden die Streichinstrumente im frühen 16. Jahrhundert in Italien.

Was landläufig Geige genannt wird, wird in Fachkreisen als Violine bezeichnet. Sie ist das kleinste Streichinstrument und hat einen unverwechselbaren Klang – jedenfalls, wenn man sein Instrument beherrscht. Eine Nummer größer ist die Bratsche oder auch Viola. Sie ist etwas tiefer als eine Violine gestimmt und klingt ein wenig Wärmer, nicht ganz so spitz. Wieder eine Nummer größer und tiefer ist das Violoncello, dem nachgesagt wird, dass es das Instrument ist, das der menschlichen Stimme am nächsten kommt. Im Gegensatz zur Violine oder Bratsche wird das Violoncello nicht mit dem Arm gehalten und am Kinn abgestützt, sondern zwischen den Beinen gehalten. Der Kontrabass ist der große Bruder der Violoncello und übernimmt in einem Orchester weniger harmonische und mehr rhythmische Aufgaben. Er wird im Stehen gespielt und dabei gegen den Körper gelehnt. Vom Kontrabass abgeleitet ist der heute sehr moderne E-Bass, der anstatt über einen großen Klangkörper über einen Verstärker seine Schwingungen überträgt.

Nicht vergessen werden sollte die Gambe, ein Streichinstrument das heute weniger bekannt ist und im Orchester kaum noch verwendet wird. Im Gegensatz zu Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass hat sie sechs Saiten, ist eher wie eine Gitarre als wie eine Geige gestimmt und hat auch ein Griffbrett mit Bünden. Sie ist also dem Vorläufer der heutigen Gitarre, der Laute, sehr ähnlich, trotzdem aber ein Streichinstrument. Auch sie wird im Sitzen gespielt.

Streichinstrument, Quelle: uschi dreiucker / pixelio.de

Hintergrund: Saiteninstrumente

Der Klassiker Gitarre, Foto: triangel88_flickr

Viele Kinder wünschen sich zum Geburtstag oder zu Weihnachten ein Instrument. Wird der Wunsch erfüllt, so wird meist ein paar Wochen lang fleißig geübt, bis die Motivation nachlässt und Gitarre, Keyboard und Co in einer Ecke des Kinderzimmers verstauben. Deshalb sollten Eltern es sich genau überlegen, ob sie dem musikalischen Wunsch des Sprösslings nachgeben. Instrumente können nämlich ganz schön ins Geld gehen. Um der Musikunlust vorzubeugen, sollte man folgendes beachten: man muss prüfen, ob der Wunsch nach einem Instrument nur eine Laune oder wirklich ein Bedürfnis ist. Lassen Sie Ihren Nachwuchs ruhig ein wenig zappeln. Wenn Ihr Kind auch nach einem halben Jahr noch den Wunsch hat, musikalisch tätig zu werden, dann kann man den Kauf wirklich in Erwägung ziehen. Zudem sollte man mit dem Kind gemeinsam überlegen, welches Instrument das passende ist. Ein zierliches, schmächtiges Mädchen kann beispielsweise mit einem Kontrabass große Probleme bekommen. Auch der Transportaufwand sollte bedacht werden.

Saiteninstrumente sind zwar etwas tückisch beim Erlernen, jedoch klingen sie auch als Solospiel hervorragend. Der Ton entsteht dabei durch die Schwingung der Saiten. Diese werden dann auf den Resonanzkörper des Instrumentes übertragen, weshalb der Klang verstärkt wird. Damit verschiedene Höhen eines Tones erzeugt werden, teilt man die Länge der Saite ab. Dazu ist ein Druck mit dem Finger notwendig. Ihr Kind sollte also über muskulöse Finger verfügen. Die Höhe eines Tones hängt auch von der Beschaffenheit und Länge der Saite ab. Wenn eine Saite sehr dünn und kurz ist, erzeugt sie einen sehr hohen Ton.

Auch ist es von Bedeutung, wie sehr die Saite gespannt ist. Saiteninstrumente wurden schon vor ca. 15.000 Jahren benutzt, damals waren es jedoch viel primitivere Musikbögen als heute.

 

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