Category Archives: Musik als Beruf

Erst Weltruhm, dann Dozent: Der Bariton Fischer-Dieskau (06.02)

Oper © lumen-digital - Fotolia.com

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Dietrich Fischer-Dieskau ist einer der bekanntesten Baritone der Welt. Geboren ist er im Jahr 1925 in Berlin, seine musikalische Ausbildung hat in den 1940er Jahren begonnen. Nach dem Krieg hat er an der Berliner Musikhochschule studiert und im Jahr 1947 begann seine Karriere als Sänger, die ihn schnell auf die Bühnen der größten Opernhäuser führen sollte.

Das Deutsche Requiem von Brahms, das er als Ersatz für einen erkrankten Kollegen in Badenweiler spontan und ohne es vorher zu proben zum Besten gab, ließ die Zuhörer verblüfft zurück. Es folgte ein Liederabend in Leipzig und kurze Zeit später wurde er als erster lyrischer Bariton an der Städtischen Oper in Berlin verpflichtet. Schon damals wurde er für sein ausdrucksstarke Interpreration klassischer Lieder geschätzt, Kritker waren sich einig, dass seine einfühlsame und akribische Interpretation von Beethovens und Schuberts Liedern seinesgleichen sucht.. In den 1950er Jahren führten ihn seine Auftritte nach ganz Europa, er erreichte seinen stimmlichen Höhepunkt und trat an bedeutenden Orten wie der Carnegie Hall in New York auf. Die New York Times nannte ihn den besten Liedersänger der Welt,  und bis in die 1990er Jahre füllte er die größten Konzerthallen der Welt.

Am meisten Bewunderung erntete er für seine Interpretation von Schuberts Winterreise, und auch der Liederzirkel ‘An eine ferne Geliebte’ von Beethoven gehörte zu seinem gefeierten Repertoire. Bewundert wurde er für seine genaue Artikulation und die gefühlvolle Interpretation der Texte. Nach mehr als 45 Jahren auf den Bühnen dieser Welt stellte Fischer-Dieskau auf der Münchener Silvester-Gala im Jahr 1992 seine aktive Karriere als Sänger ein. Seitdem ist er an der Berliner Universität der Künste als Dozent tätig und arbeitet nebenbei als Dirigent, Buchautor und Rezitator.

Die Musikleidenschaft zum Beruf machen

Tontechniker © fotovarvara - Fotolia.com

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Beinahe jeder träumte wohl schon einmal von einer Karriere im Showbuiz. Ob als Gitarrist in einer Rockband, Sängerin im Musical oder konzerthallenfüllender Solokünstler. Bei vielen bleibt es ein Traum, doch mit genügend Talent, Fleiß und Ausdauer kann aus dem Traum Realität werden.

Bei den meisten Talenten wird ihre Begabung schon früh deutlich, sodass sie im Idealfall schon früh gefördert werden durch Eltern, Musiklehrer und Musikschulen. Bei denjenigen, die bereits früh ein Instrument mit Leidenschaft erlernen, bietet sich ein musisches Hochschulstudium nach der Schule an. Die Palette der verschiedenen Studiengänge ist weitgefächert und reicht vom Studieren eines Instruments bis hin zum Leiten eines ganzen Orchesters.

Nach einem erfolgreichen Studium stehen den Absolventen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Entweder man lässt sich als Freiberufler nieder oder man sucht sich eine Anstellung in einem der Schauspiel- und Opernhäuser. Hier sind die Verträge jedoch meist nur befristet und auch die Arbeitszeiten weichen von den herkömmlicher Berufe ab.

Neben der Tätigkeit als Musiker gibt es aber auch die Möglichkeit Musik zu unterrichten. Wer sich für die Musiklehrerkarriere an allgemeinbildenden Schulen entscheidet, muss zunächst eine Eignungsprüfung an einer der Musikhochschulen bestehen und anschließend ein Studium mit musisch-pädagogischem Schwerpunkt absolvieren. Für die Lehrtätigkeit an Elementarschulen reicht meist ein Studium an einer Universität. Neben den staatlichen Universitäten und Musikhochschulen gibt es auch private Schulen, deren Beschulung allerdings kostenpflichtig ist.

Musik ist ein großes Feld und bietet neben der Tätigkeit als Künstler oder Lehrer auch die Möglichkeit zur therapeutischen Umsetzung. Musiktherapien helfen Patienten bei der Genesung und in der Logopädie wird Musik genutzt, um Sprach- und Sprechstörungen zu beheben.

Aber auch technisch Versierte können eine Karriere in der Musikbranche beginnen, etwa als Tontechniker bei Konzerten oder als Musikproduzent von Bands. Auch die Ausbildung zum Veranstaltungstechniker bietet vielfältige Möglichkeiten, in der Musikbranche Fuß zu fassen.

Berufswunsch: Pop-Musiker

Wer wollte nicht als Teenager ein berühmter Rockstar oder ein gefeiertes Pop-Sternchen werden? Dieser Traum ist bei den meisten natürlich gescheitert und wich einem „anständigen“ Beruf wie Bankkaufmann, Hotelfachfrau oder Kindergärtnerin. Meist zerschellte der Plan vom Berühmtwerden an den mangelnden Fähigkeiten und selbst wer eine tolle Stimme hat und ein wahrer Künstler auf seinem Instrument ist, der schaffte es nicht auf den Pop-Olymp. Es gehört nämlich mehr dazu, ein wahrer Pop-Musiker zu werden, als nur auf den Tasten eines Keyboards herumzuklimpern oder ein paar Schlager zu trällern.

Um jungen Menschen eine reale Chance zu geben, in das Musikbusiness einzusteigen, gibt es nun vermehrt Studiengänge in der Medienbranche. Diese tragen so klangvolle Namen wie „Popmusikdesign“, „Musikbusiness“ oder „Populäre Musik und Medien“. Es ist erst ein paar Jahre her, dass Popmusik wirklich als wissenschaftliche Disziplin anerkannt wurde. In Liverpool, der Heimatstadt der Beatles, bietet die Hope University sogar einen Studiengang an, der sich nur dem Leben und Wirken der berühmten Pop-Gruppe der 60er-Jahre verschreibt.

England ist Spitzenreiter in Sachen Musikwissenschaften. An nahezu jeder Universität gibt es dort einen Studiengang, der sich der Musik widmet. Deutschland hängt da noch etwas hinterher, kommt aber mit vermehrten Angeboten auch langsam im wahrsten Sinne des Wortes in Schwung.

Das Angebot an Fächern wächst hierzulande stetig, doch das bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch jeder eine Chance hat. Zum einen gibt es die Angebote für den Rock- und Pop-Bereich vor allem an privaten Hochschulen, was bedeutet, dass Studierende einen relativ hohen Preis für die Ausbildung zahlen müssen, insofern sie nicht durch ein Stipendium gefördert werden. Zudem sind die Aufnahmebedingungen an solchen Hochschulen extrem knifflig. Nur, wer nachweisen kann, dass er bereits in der Musikbranche Erfahrung gesammelt hat und zudem Talent beim Instrumentenspiel oder Gesang aufweist, hat eine Chance.

Traumberuf Popstar, Foto: nick jonas chick_flickr

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