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Bach in reiner und sinnlicher Form

© sinuswelle - Fotolia.com

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Es gab viele große Komponisten in der Musikgeschichte Deutschlands. Diese haben uns wahre Schätze hinterlassen und haben Melodien und Themen komponiert von denen so mancher Komponist, oder heute Produzent genannt, nur zu träumen wagt oder selbst dies gleich bleiben lässt. Immerhin haben diese Stücke bereits mehrere hundert Jahre überdauert und sind noch immer Thema der Gegenwartsgeschichte.

Wie wäre es sonst zu erklären, dass immer wieder die unterschiedlichsten Dirigenten Werke von bedeutenden Komponisten aufgreifen, neu interpretieren und anschließend veröffentlichen? So tat dies nun auch der bedeutende Dirigent Philippe Herreweghe, der sich den wohl bedeutendsten Komponisten der deutschen Geschichte vornahm – Johann Sebastian Bach. 

Herreweghe ist auf diesem Gebiet kein Neuling und weiß genau worauf es ankommt. So hat er sich bereits mehrmals an Werken von Bach versucht. Diese “Versuche” kamen in der Öffentlichkeit auch sehr gut an und wurden seitens der Kritiker hochgelobt. Doch wie es vor allem bei Künstlern der Fall ist, so war Herreweghe im Nachhinein nie mit seinen Stücken zufrieden und hätte seine Werke am liebsten wieder vom Markt genommen. Daher überrascht es nicht, dass er sich wieder einmal an der “h-Moll-Messe” von Bach probiert und diese eingespielt hat.

Doch was unterscheidet nun sein neuestes Werk von seinem vorhergehenden Versuch? Man könnte wohl von einer sehr wirkungsvollen Schlichtheit reden, da Herreweghe nun versuchte weniger zu machen und damit das Stück umso mehr wirken zu lassen. Als Aussenstehender mag man da dem Dirigenten nur wieder auf die Schulter klopfen und sagen “Gut gemacht!”. Doch es wäre schon ziemlich überraschend wenn Herreweghe dieses Mal zu 100 % mit seinem Werk zufrieden ist, sodass man sich sicherlich noch an vielen weiteren “Neuauflagen” erfreuen darf.

Das Wunderkind Mozart

Ein Wunderkind war Wolfgang Amadeus Mozart damals freilich. Aus heutiger Sicht würde man ihn jedoch viel mehr als “hochbegabt” bezeichnen. So vollbrachte Wolfgang unglaubliche Sachen, die man damals wahrscheinlich nur glaubte wenn man sie mit den eigenen Augen sah. So war Mozart bereits in der Lage zu komponieren, bevor er seinen eigenen Namen schreiben konnte. So begann er bereits mit drei Jahren das Klavierspielen und überraschte seinen Vater mit seinem Talent. So kam ein Jahr später auch noch das Geigenspiel hinzu, sodass Mozart sich facettenreich ausbilden konnte. Wie sollte es auch anders sein, so hatte Mozart seinen ersten öffentlichen Auftritt bereits mit 5 Jahren. Diesen hatte er an einem fürstlichen Hof. Die Überraschung ist jedoch, dass er nicht wie die meisten etwa glauben ein Instrument spielte, sonder einfach tanzte. Rückblickend kann man wahrscheinlich froh sein, dass dies nicht der Beginn einer großen Tanzkarriere war. So übte Mozart fleißig weiter und konnte mit 9 Jahren bereits seine erste lange Sinfonie selbst komponieren. Außerdem hatte Mozart noch weitere fantastische Talente. So hatte er ein unglaubliches Gehör und Gedächtnis, was ihm dazu verhalf, lange Musikstücke nach nur einmaligem Hören auf dem Klavier nachzuspielen.

Was die Bildung Wolfgangs anging, so übernahm diese sein Vater Leopold. Neben Wolfgang unterrichtete er auch Wolfgangs Schwester Nannerl. Diese hatte ein fast ebenso großes musikalisches Talent wie ihr Bruder, doch hatte sie als Frau keine Aufstiegschancen.

Während seiner Kindheit wird Mozart zweimal schwer krank. Zum einen litt er an der Darmkrankheit Typhus, welche damals meistens tödlich war. Doch er konnte sich davon erholen. Nur ein Jahr später, immer noch geschwächt vom Typhus erkrankte Mozart an Pocken. Diese Krankheit war damals so schlimm, dass die Hälfte aller Erkrankten daran starben. Doch auch diese Krankheit überlebte er, sodass heutige Mediziner von dieser Tat noch erstaunter sind, als von seinem eigentlichen musikalischen Talent.

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