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Das Leben eines Musikstudenten

Per Hauber ist eigentlich Saxophonist, hat in Berlin Musikerziehung studiert, sogar schon mit den Berliner Philharmonikern gespielt und bei “Wetten, dass…?” einen Auftritt als Backgroundsänger gehabt. Neben seinem Studium hat er ein Saxophon-Quartett gegründet und Konzerte veranstaltet, bei “Jugend musiziert” hat er schon als Schüler mehrere Preise gewonnen. Doch mittlerweile ist ihm sein Musikerjob bei Orchester zu langweilig geworden. Wenn man jeden tag zwei Proben und abends ein Konzert hat, dann kann einem das schnell auf die Nerven gehen. Jetzt arbeitet er als Product Manager in der Klassikabteilung bei Universal Music, einer Plattenfirma. Er hat Glück, denn sein jetziger Job hat freie Hierarchien und er hat viel mehr Freiraum als im Orchester. Ausserdem bemängelt er, dass ein Musikstudium selten wirtschaftliche Kenntnisse vermittelt und sich zu sehr auf eine Karriere als Musiker konzentriert. Die Zeit als aktiver Musiker vermisst er überhaupt nicht.

In einer ähnlichen Situation befindet sich Andreas Vogelmeier, er hat sich auch gegen eine Karriere als aktiver Musiker entschieden. Er hat in München und Berlin achte Jahre lang Trompete studiert und ebenfalls schon in großen Orchestern mit gespielt – unter anderem an der Staatsoper in Hamburg. Vor fünf Jahren hat er sich dann dazu entschlossen, katholische Theologie zu studieren und Priester zu werden. 

In den USA lernen Musikstudenten schon früh, sich selbst zu vermarkten und machen einen kleinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaft. In Deutschland wäre dies auch angebracht, damit angehende Musiker lernen sich gegen ihre Konkurrenten durch zu setzen. Es ist gängige Praxis, dass Studenten nach einer Instrumentenausbildung trotzdem als Produzenten arbeiten oder Konzerte organisieren. Dafür müssen sie jedoch auf eigene Faust zum Beispiel BWL-Kurse machen. 

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