Wieder einmal waren über 1000 Besucher zu Gast beim „Young Euro Classic“, als dieses im Konzerthaus am Gendarmenmarkt startete. Hunderte von Menschen hatten darauf spekuliert, noch vor den Toren des Konzerthauses eine Karte ergattern zu können. Wem dies gelang, der musste tief in die Tasche greifen, denn die Nachfrage war groß.
Es war das bereits zwölfte „Young Euro Classic“, das in Berlin stattfand. Junge Orchester aus aller Welt fanden sich in der Hauptstadt ein, um die Massen mit ihren Sounds zu begeistern. Das Festival zählt zu den beliebtesten Orchester-Treffen auf der ganzen Welt, es genießt einen unglaublich guten Ruf und wird zu den „Tolerance Festivals“ gezählt. Natürlich gab es zu der Eröffnung unzählige Ansprachen und Festreden. Zu Beginn sprach Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit über die Kraft der Musik, dann gab es noch einen Beitrag von Ulrich Deppendorf, welcher der Chefredakteur des ARD-Hauptstadtstudios ist. Auch Willi Steul, Intendant des Deutschlandsradios, ließ sich vernehmen.
Danach ging es dann endlich zur Sache: die Orchester waren von überall angereist. Als das Festival ins Leben gerufen wurde, spielten zunächst ausschließlich Instrumentalgruppen aus Europa. Inzwischen stießen junge Musiker aus anderen Kontinenten hinzu, beispielsweise aus China, Oman und Südafrika.
Es fanden auch in diesem Jahr wieder 17 Konzerte statt. Insgesamt wirkten rund 1500 junge Musiker und Musikerinnen mit und erfreuten die Zuhörer mit ihren Klängen.
Diese waren etliche an der Zahl: die Veranstalter schätzten die Besucherzahlen auf rund 20.000 Menschen. Dies waren weniger als vor zwei Jahren, als das Festival zehnjähriges Bestehen feierte. Trotzdem sind die Initiatoren zufrieden. Die gespielten Stücke entstammten einer bunten Mischung aus den vielseitigsten Repertoires, jedoch handelte es sich meist um klassische Musik oder um Sounds aus den jeweiligen Heimatländern der Bands.